Einblicke

  • Dionysius Areopagita

    02-02-2019 Artikel von Jos Mosmuller

    Johann Fercher von Steinwand war ein großer österreichischer Dichter. Er lebte in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts in Wien. Das Schönste, was er geschrieben hat, hat Rudolf Steiner ihm in der Zeit entlockt, als er noch Student in Wien war. Er fragte ihn: ,Haben Sie vielleicht noch etwas Kosmisches geschrieben?’ Fercher bejahte dies und nahm darauf zwei Texte mit zum Café, wo sie einander jedes Mal trafen: Chor der Urträume und Chor der Urtriebe. Vier Teilnehmer haben das Gedicht Chor der Urtriebe während des Himmelfahrtseminars im Berner Oberland 2017 rezitier...

  • Das Pfingstseminar in Graubünden

    02-02-2019 Artikel von Mieke Mosmuller

    Nachdem wir dreizehn Mal ein Seminar in Haus Parzival im Scharnachtal erlebt hatten, mussten wir an einen anderen Ort umziehen, weil das Haus verkauft wird. Haus Parzival liegt im Berner Oberland zwischen Reichenbach und Kiental. Es gab dort einen schönen, hellen Seminarraum, mehrere romantisch eingerichtete Zimmer, eine Küche für die Selbstversorgung, einen etwas kleinen Speiseraum und eine Terrasse mit einer großartigen Aussicht. Im Lauf der Jahre wurde das Haus zwar zu klein für die stetig wachsende Gruppe der Teilnehmer, aber wir wären hier gerne steinalt geworden. Wi...

  • Eindrücke der Tagung in Ansbach: Der Graf von Saint Germain und die Musik

    20-03-2018 Artikel von Dominik Rentsch & Peter Rippen

    In der geschichtsträchtigen Stadt Ansbach finden sich vom 6.-8.Oktober 2017 gut siebzig Menschen zusammen, die mehr über Leben und Werk des Grafen von Saint Germain erfahren wollen. Stürmisch und herbstlich kalt ist es draußen, drinnen aber wird man warm und herzlich in einem fürstlichen Saal der Orangerie empfangen. Ansbacher Orangerie Der Auftakt des Musiker-Ensembles mit den Trio-Sonaten des Grafen lässt aufhorchen. Was für eine Individualität muss das gewesen sein, der neben seinen bekannten politischen Missionen auch wundersame Kompositionen im Stil sei...

  • Fercher von Steinwand

    19-03-2018 Artikel von Jos Mosmuller

    In Kärnten befinden sich zwei hohe Berge, der Sadnigg und der Kreuzegg, beide 2700 m hoch. Zwischen diesen Bergen liegt das Mölltal, ein großartig gelegenes Tal, durch das das Flüsschen Möll strömt und in dem das Dorf Stall liegt. Ein Teil des Dorfes heißt ,Untere Steinwand’. 1828 wurde dort ein Junge geboren. Sein Vater hieß Georg Frohnwisser und seine Mutter Anna Kleinfercher. Der Vater war ein Bauer, der sehr arm war und der eine ernstlich kranke Frau hatte. Er nahm Anna als Hilfe ins Haus und bekam mit diesem Mädchen ein Kind. Die Frau starb, un...

  • Vortrag über mindful thinking - Teil 2

    18-03-2018 Artikel von Mieke Mosmuller

    Zum ersten Teil des Vortrags bitte hier klicken. Nun ist es natürlich so, dass man, wenn man ein Aufmerksamkeitstraining durchmacht, so dass man mit einer gewissenhaften, ruhigen, nicht urteilenden, nicht strebenden Aufmerksamkeit in dem Moment ist, sich eigentlich auch fragen müsste: Was ist eigentlich die Bedeutung der Vergangenheit, und was ist die Bedeutung der Zukunft? Es ist deutlich, dass wir sehr stark aus dem Momenterleben weggezogen werden, indem wir in Gedanken sind. Dadurch ist man nicht wirklich dabei. Man könnte sagen: Das sind immer Gedanken, die aus der Vergangenheit ...

  • Wesen und Zukunft des Menschen in den Fresken von Kloster Marienberg - Teil 2

    17-03-2018 Artikel von Kurt Hofer

    Zum ersten Teil des Artikels bitte hier klicken. In der letzten Ausgabe wurde darüber berichtet, wie der Freskenzyklus in der Krypta des Klosters Marienberg im Südtirol aus dem 12. Jahrhundert in faszinierender Einfachheit, Klarheit und Präzision die Entwicklung des Menschen im Verhältnis zur Engelwelt, zu den Zahlen und zur Farbe zeigt. Der unbekannte Erschaffer einer einzigartigen Bilderwelt lässt den Betrachter in den Fresken an eingeweihtem Wissen über die göttliche Welt und eine Zukunft ohne Trennung zwischen Himmel und Erde teilhaben: Was dem Menschen noch vore...

  • Wesen und Zukunft des Menschen in den Fresken von Kloster Marienberg - Teil 1

    14-03-2018 Artikel von Kurt Hofer

    Am bewaldeten Hang oberhalb von Burgeis im Südtirol thront auf einem Felssockel einem Schloss ähnlich das Benediktinerkloster Marienberg. Das Herzstück des Mitte des 12. Jahrhunderts gegründeten Klosters sind Fresken eines unbekannten Malers aus der Zeit der Gründung. Im 19. und 20. Jahrhundert an Wänden und Decken freigelegt, empfangen die Malereien den Besucher in leuchtenden Farben. Sogar kleinste Details der Anordnung und Darstellung des Freskenzyklus’ zeugen dabei vom offenkundig eingeweihten Wissen ihres namenlosen Erschaffers über die geistige Welt. Der...

  • Vortrag über mindful thinking - Teil 1

    06-02-2018 Artikel von Mieke Mosmuller

    Guten Abend, herzlich willkommen zu diesem Vortrag über mindful thinking.1 Seit drei Jahren schreibe ich jede Woche einen Text für eine Webseite, die speziell dafür eingerichtet wurde. Das sind wöchentliche Texte, die ich auf englisch, deutsch und holländisch publiziere. Als ich die englischen Texte zu schreiben begann, war ich daran nicht gewöhnt... Mit etwas Hilfe von hier und da und manchen Fehlern ging es dennoch. So suchte ich das Wort ,gewissenhaft’ und fand die Übersetzung: mindful. Das Wort berührte mich wirklich. ,Mind’ ist eigentlich nic...

  • Der Untergang der alten Hellsichtigkeit (Götterdämmerung)

    05-02-2018 Artikel von Jos Mosmuller

    Zu Beginn des 5. Jahrhunderts v. Chr. wurden Nord- und Westeuropa vor allem von den Germanen und Kelten bevölkert, in spärteren Jahrhunderten von den Galliern, den Sachsen und den Normannen. Um 500 v. Chr. berichtete der Grieche Hekataios von Milet die Existenz eines Volkes, das er die Keltoi oder Kelten nannte. Kurz danach schrieb Herodot 445 v. Chr., dass ihr Ursprungsgebiet zwischen den Alpen und der Donau gesucht werden müsse. Wie alle Völker, die damals in Europa lebten, hatten die Germanen und die Kelten mehrere Götter und Göttinnen, sie hatten eine Naturreligion...

  • Impression vom Himmelfahrtsseminar im Kiental (25.-28. Mai 2017)

    03-02-2018 Artikel von Lieke van der Ree

    Am Morgen von Himmelfahrt kamen 35 Teilnehmer aus der Schweiz, Deutschland und den Niederlanden gemeinsam mit Mieke und Jos Mosmuller im Kreis des großen Raumes des allmählich so vertrauten Parzivalhauses im Kiental im Berner Oberland zusammen. Durch die vielen Fenster waren die umgebenden Berge mit ihren leicht beschneiten Gipfeln zu sehen. Die Atmosphäre war hell und sonnig. In ihren einführenden Worten erinnerte Mieke an das allererste Seminar an diesem Ort im August 2012. Dann legte sie uns ebenfalls zu Beginn des Seminars ans Herz, unseren kritisierenden Verstand nicht im Ko...

  • Radiosendung: Komponist und Alchemist - Das Werk des legendären Grafen von Saint Germain

    06-11-2017 Artikel von Thomas Senne

    StGermain_MONO_LOW Um Leben und Werk des legendären Grafen von Saint Germain geht es in der folgenden Sendung unter dem Titel: „Alchemist und Komponist“. Im Studio begrüßt Sie Thomas Senne. Musik 1: St. Germain (Komponist): “Sonata II Con Soli in B-Dur, Andante Affectuosissimo”, aus “Six Sonatas For Two Violins With A Bass For The Harpsichord Or Violoncello”. St. Germain: Arien und Instrumentalwerke. Ensemble Phoenix (Interpreten), LC 8629, Eichhorn Musicproduction, EHN 84 054, Take 2/II, 4.30. Er war virtuoser Geigenspieler und Komponist, Fa...

  • S’Odile, Sol Dei, Sonne Gottes

    20-10-2017 Artikel von Jos Mosmuller

    Nach dem Fall des Weströmischen Reiches im Jahr 476, als Kaiser Romulus Augustulus von dem germanischen Feldherrn Odoaker abgesetzt wurde, zerfiel das Römische Reich durch den Einfall germanischer Stämme von oberhalb des Rheins und durch die Westgoten von oberhalb der Donau immer mehr. Viele Stämme hatten das Arianische Christentum angenommen, wobei Christus zwar als Sohn des Vaters, aber nicht als Gott angenommen wurde. Das kirchliche römische und orthodoxe Christentum hielt am Patriarchen Athanasius fest, wobei Christus genau wie der Vater Gott ist. Für die Germanen ...

  • Die Würde des Menschen

    16-10-2017 Artikel von Mieke Mosmuller

    Wer die Situation in der Welt zu überschauen versucht – auch wenn die Gegebenheiten, zu einer solchen Übersicht zu kommen, absolut unzureichend sind –, wird in jedem Fall den Eindruck bekommen, dass mit der Menschheit etwas Ernstes ,los’ ist. Es wird viel über den Klimawandel und die Umwelt gesprochen. Aber die Veränderungen, die in der Menschheit im Gange sind, bleiben großteils unbesprochen. Einst anerkannte der denkende Mensch eine ,prima philosophia’. Das bedeutete, dass ein felsenfestes Vertrauen in die menschliche Möglichkeit bestand, Wah...

  • Jede Spende zählt!

    07-06-2017 Artikel von Raphaela Kühne

    Wie weit darf man gehen, wenn man anderen Menschen von der Wichtigkeit der Entwicklung des lebendigen Denkens erzählt? Darf man darüber erzählen, wenn nicht danach gefragt wird? Muss es nicht jeder von sich aus finden? Man will die anderen Menschen doch frei lassen… Dieselben Fragen stellen sich auch bei der Verbreitung von Büchern und Schriften über die Entwicklung des lebendigen Denkens. In einem Gespräch über diese Fragen, machte Mieke Mosmuller auf eine Stelle bei Rudolf Steiner in GA 153, 14. April 1914 aufmerksam: Wenn wir auf die Natur hinblicken, ...

  • Ein Wochenende für jüngere Menschen in Vaassen mit Mieke Mosmuller

    30-08-2016 Artikel von Hannah Visser

    Am dritten Aprilwochenende sind wir in einer Gruppe von 20 Menschen im Alter von 25 bis 45 Jahren zusammengekommen, um ein Seminar mit Mieke zu haben. Eine vielfältige Gruppe junger Menschen, studierend, nicht arbeitend, mit einer jungen Familie oder beginnend mit einem neuen Betrieb, von denen nicht jeder schon mit der bisherigen Arbeit von Mieke bekannt war. Wir alle waren gekommen, um uns an diesem Wochenende mit „dem logischen Denken und der Entschlussfähigkeit des Menschen in der heutigen Zeit“ zu beschäftigen. Die Zusammenkunft fand in Vaassen statt, einem kleinen Dor...

  • Abschied von der Anthroposophischen Gesellschaft

    14-06-2016 Artikel von Mieke Mosmuller

    Oft werde ich gefragt, warum wir kein Mitglied der Anthroposophische Gesellschaft sind. Anfang 2016 wurde mir die Frage von dem Redakteur der Schweizer Zeitschrift 'Ein Nachrichtenblatt' gestellt, ob ich je etwas darüber geschrieben hätte, oder vielleicht jetzt etwas schreiben könnte? Er würde den Artikel veröffentlichen. Ich habe einen Versuch gewagt, den ganzen Prozess zu beschreiben, habe den Artikel eine Zeit lang liegen gelassen - und wollte ihn dann doch nicht veröffentlichen. Unter Freunden muss es aber möglich sein ... Als ich das Werk Rudolf Steiners kennen...

  • Die Gottesfreunde aus dem Oberland

    13-02-2016 Artikel von Jos Mosmuller

    1317 wurde in Basel ein Junge als Sohn eines reichen Kaufmanns geboren. Es war die Zeit, in der Papst Clemens V. vom König von Frankreich, Philipp IV., überredet wurde, Rom zu verlassen und den Heiligen Stuhl in das südfranzösische Avignon zu verlegen. Durch den Einfluss des französischen Königs beschloss der Papst, den hochgeistlichen und reichen Tempelorden aufzuheben. Die weltliche Macht des französischen Staates bekam Macht über das mittelalterliche Christentum. Dies sollte zu einer großen Krise der Kirche und zu Verwirrung unter den gläubigen Chri...

  • Ein Verhältnis zum “Letzten Abendmahl” von Leonardo da Vinci

    01-02-2016 Artikel von Jos Van Aerschot

    Einen Tag nach Nikolaus 2015 erhielt ich vom Freundeskreis die Frage, ob ich für den folgenden Rundbrief nicht einen Artikel über „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci schreiben wollen würde, weil ich, wie mir gesagt wurde, „eine Affinität dazu habe“. Und, ja, ziemlich viele Menschen wissen, dass da in gewissem Sinne etwas dran ist. Aber dies in Worte zu fassen und dem Papier anzuvertrauen, fand ich nicht so selbstverständlich. Ich dachte über meine Antwort nach; doch letztendlich beschenkte ich mich an einem der letzten Tage des Jahres &ndas...

  • Spiritualisierung des Denkens

    13-01-2016 Artikel von Mieke Mosmuller

    Es gibt Menschen, die nicht mit ihrem vollen Wesen in unserer Welt aufgehen können, die das Gefühl haben, zu einem Teil in Opposition mit ihr zu geraten. Menschen, die eine Reibung mit dem Alltagsleben empfinden, in denen Fragen entstehen, die weiter reichen als die täglichen Bedürfnisse des Daseins und ihre Befriedigung. Solche Menschen haben einen Überschuss an Energie in sich, sie erleben gerade diesen Überschuss als wesentlich, können ihn aber nirgendwo ,ausleben’, denn in unserer Welt wird damit nicht gerechnet. Er passt in kein System, auch nicht in ein re...

  • MENSCH, MEDIEN und TECHNIK

    10-10-2015 Artikel von Marie Anne Paepe

    „Mieke, kannst du darüber einmal eine ganze Woche sprechen?” So waren hoffnungsvoll die Worte von Joke van der Wolde am Ende des Thementages ‚Wahrnehmung und Wirkung der umgekehrten Ätherwelt’ am 1. März 2014 in Burcht (Antwerpen). Wie selbstverständlich nickte Mieke zustimmend. Joke van der Wolde und Bert Verschoor wählten als Seminarort ‚Samaya’, einst ein Schlosskloster, in der idyllischen Landschaft von Werkhoven. Mit 35 Menschen genossen wir drei sonnenüberflutete Tage lang die lichtvolle, offene Atmosphäre, die wunderbare Un...